Spritverbrauch

19.07.2015 03:36

Spritverbrauch reduzieren:

Den Spritverbrauch zu reduzieren ist bei derzeitigen Mineralölpreisen zu einem wichtigen Thema geworden. Auch die Automobilhersteller kämpfen in den letzten Jahren um die letzten Zehntel Liter/100km um den Verbrauch bei neuen Autos zu reduzieren. Für alle bereits am Markt vorhandene Fahrzeuge gibt es etliche gute Tipps wie Sie den Spritverbrauch bei Ihrem Fahrzeug deutlich reduzieren und somit spritsparen können.
Folgende Tipps und technische Möglichkeiten sollen Ihnen helfen auch an den Vorteilen der Ersparnis teilzunehmen.

Beschleunigung:

Die Beschleunigung des Fahrzeugs gehört zur Fahrt mit dazu und lässt sich nicht verhindern. Allerdings benötigt das Fahrzeug während der Beschleunigung am meisten Kraftstoff, weshalb man dem Thema Beschleunigung besondere Aufmerksamkeit schenken sollte.

Beim Beschleunigen helfen folgende Regeln:

- mit ca. 1/2 Gasstellung beschleunigen bis die gewünschte Endgeschwindigkeit erreicht ist und dann diese mit leichter Gasstellung dann beibehalten.
- Blitz-Starts vermeiden: Ein Blitzstart kostet viel Kupplung und der Motor läuft unter Volllast. Da im Volllastbereich übermäßig viel Sprit u.a. zur Motorkühlung eingespritzt wird steigt hier der Mehrverbrauch massiv an, der Motor wird überfettet bis zu einem Lambdawert von "0,8".
- Beschleunigung im dichten Verkehr früh genug beenden um ein anschließendes Bremsen zu vermeiden, mehr zum Thema "verlorene Bremsenergie":

Verlorene Bremsenergie:

- Bremsen vernichtet die Energie die Sie beim Beschleunigen des Fahrzeugs reingesteckt haben.
- Lassen Sie das Fahrzeug rechtzeitig in den sog. "Schubbetrieb gehen" wenn Sie auf eine Ampel oder Kreuzung zurollen, hierbei bremst der Motor das Fahrzeug ab und benötigt in dieser Zeit keinen Kraftstoff.

Leichtlauföle:

- Leichtlauföle sind synthetische Öle welche die innermotorische Reibung verringern. Diese sind erkennbar an einer 0 oder einer 5 vor dem W, z.B. 0W-40. 
- Leichtlauföle reduzieren den Verbrauch um ca. 4%, ein Umstieg kann sich rechnen.

Gewichtsreduzierung:

- Entrümpeln Sie Ihr Fahrzeug, 100kg Mehrgewicht steigern den Spritverbrauch schon um ca. 0,6l / 100km.
- auch das Entfernen des Ersatzrades kann sich lohnend, in diesem Fall sollte dann aber ein Pannenset im Auto vorhanden sein. Viele neue Fahrzeuge haben schon kein Ersatzrad mehr. Das Entfernen des Ersatzrades reduziert das Fahrzeuggewicht um 15 - 35 kg.

Optimale Routen und Strecken wählen und Spritsparen:

- Vermeiden Sie Staus und dichten Berufsverkehr, hier können Navigationssysteme helfen eine bessere Route zu finden.
- Lassen Sie genügend Abstand zum Vordermann und schwimmen Sie im Verkehr mit, dies spart Sprit und schont die Nerven.
- Moderne Navigationsgeräte bieten außer der Auswahl "schnelle" und "kurze" Route neuerdings auch optimale oder Eco-Route. Diese Routen sind ein Kompromiss aus Geschwindigkeit und Energieeinsparung und sollte wenn man nicht zu sehr in Eile ist auch gewählt werden.
- Machen Sie den Motor ab einem Stillstand von 20 Sekunden z.B. im Stau oder am Bahnübergang aus.

Reifen:

- Je breiter die Reifen um so höher der Roll- und Luftwiderstand. Mit dem Widerstand erhöht sich auch der Kraftstoffverbrauch.
- Erhöhen Sie den Reifendruck um 0,2 - 0,3 bar gegenüber dem vom Hersteller vorgeschriebenen Druck. Dies reduziert den Rollwiderstand und spart Kraftstoff. Der Maximaldruck der Reifen liegt um ein vielfaches davon höher, es besteht also keinerlei Gefahr.
- Achten Sie auf leichte Felgen. Felgen sind Masse die nicht nur linear beschleunigt werden muss sondern dazu noch radial, dies benötigt besonders beim 
Beschleunigen sehr viel Energie.
- Diverse Hersteller bieten sog. Spritspar-Reifen an.

Aerodynamik:

- Demontieren Sie Dachträger und Skiträger, sie erhöhen den Kraftstoffverbrauch enorm, rund 1 - 1,5l /100km schlagen hier schnell zu Buche.
- Fahren Sie mit geschlossenen Fenstern bei höheren Geschwindigkeiten. Geöffnete Fenster benötigen bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h ca. 0,6l mehr Sprit.

Geschwindigkeiten anpassen und Spritsparen:

Der Luftwiderstand eines Fahrzeugs steigt mit der Geschwindigkeit im Quadrat. D.h. Man benötigt bei Tempo 200 nicht doppelt